Impfen ist vorbeugender Tierschutz
Die Impfung ist eine sehr wirkungsvolle und schonende Methode, um lebensbedrohliche Infektionskrankheiten zu verhindern. Sie ist deshalb ein aktiver Beitrag zu einem umfassenden Tierschutz. Die Bundestierärztekammer rät allen Tierhaltern dazu, für einen ausreichenden Impfschutz zu sorgen. Für einen optimalen Schutz des Einzeltiers empfiehlt sie eine jährliche Gesundheits- und Impfberatung beim Haustierarzt.
Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, betont das besondere Anliegen der Tierärztinnen und Tierärzte: Aufgrund ihrer Ausbildung, ihrer Berufsordnung und der Bundes-Tierärzteordnung sind sie dem Tierschutz verpflichtet. Sie sind berufen, Schmerzen, Leiden und Schäden an Tieren zu verhindern, zu lindern und zu heilen und den Menschen vor Gefahren durch Tierkrankheiten zu schützen.
Für Hund und Katze, für Kaninchen und Frettchen, für Pferde und landwirtschaftliche Nutztiere gibt es eine Vielfalt von Impfstoffen, die gegen die wesentlichen Infektionserreger schützen. Wenn nicht ausreichend viele Haustiere geimpft werden, besteht die große Gefahr, dass die Zahl der Krankheitsfälle schnell ansteigt.
Denn nach wie vor kursiert zum Beispiel das Hundestaupevirus bei fleischfressenden Wildtieren wie Marder und Fuchs oder wird immer wieder mit Hunden eingeschleppt, die aus dem Ausland importiert wurden. Staupe ist so eine ständige Gefahr für den nicht geimpften Hund. Um den Ausbruch einer Epidemie nachhaltig zu verhindern und damit den einzelnen Hund vor vermeidbaren Schmerzen und Siechtum zu bewahren, müssen mehr als 70% aller Hunde geimpft sein. Die Staupe war vor der Einführung der Impfung die verlustreichste Virusinfektion des Hundes. Ein an der „nervösen“ Form der Staupe erkrankter Hund ist ein Bild des Jammers mit Zittern, Krämpfen, Anfällen und Lähmungen.
Ähnliches gilt auch für die Parvovirose: Ein Welpe mit Parvovirose ist schwer krank mit hohem Fieber und blutigem Durchfall – in der Regel ist die Infektion ohne Impfschutz tödlich.
Impfungen sind bei allen in der Obhut des Menschen gehaltenen Tieren ein ganz wesentlicher Beitrag zum vorbeugenden Tierschutz. Sie verursachen dem Tierhalter nur geringe Kosten und Mühen im Vergleich zu den Leiden und dem möglichen Verlust seines Tieres an der Infektionskrankheit.
PRESSEINFORMATION
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Barbara von Ungern-Sternberg
PM 11/08, 1. Oktober 2008


