Einfuhr- und Handelsverbot für Robben-Produkte
Die Tierärzteschaft fordert ein nationales Einfuhr- und Handelsverbot für Produkte aller Robbenarten. Dr. Ernst Breitling, Präsident der Bundestierärztekammer, hat diese Forderung heute an die Bundesregierung übermittelt, namentlich an Bundkanzlerin Angela Merkel, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und Bundesverbraucherminister Horst Seehofer.
„Die Tierärzte als die berufenen Schützer der Tiere sind empört über die nach wie vor grausamen Methoden, mit denen die Robben oftmals getötet werden“, so Tierärztepräsident Breitling in seinen Schreiben an die Bundesregierung. Die Grausamkeit der Jagd ist belegt durch tierärztliche Berichte der letzten fünf Jahre sowie Filmmaterial des International Fund for Animal Welfare und anderer Organisationen.
Abgesehen von den inakzeptablen Tötungsmethoden lässt sich die Robbenjagd auch wirtschaftlich nicht rechtfertigen, weil sie nur einen minimalen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt der betroffenen Länder leistet. Außerdem überschreitet die Zahl der jährlich getöteten Robben das biologisch nachhaltige Maß und die Jagd verstößt damit auch gegen die Gebote des Artenschutzes.
Die Forderung der Tierärzteschaft ist ein Beschluss des 24. Deutschen Tierärztetages, der vom 18. bis 20. Oktober in Baden-Baden tagte. Zeitgleich hat auch der Bundestag für ein nationales Einfuhr- und Handelsverbot gestimmt. Entsprechende Verbote sollen in anderen Ländern wie den USA, Belgien und den Niederlanden bereits bestehen.
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Margund Mrozek
PM 18/06, 15. November 2006


