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Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen

Der Ausschuß für Recht und Binnenmarkt (JURI) des Europäischen Parlaments nahm am 27. November 2003 den Bericht von S. Zappala an, der sich auf den Richtlinienentwurf zur Anerkennung von beruflichen Qualifikationen bezieht.
Der Ausschuß erlebte eine recht komplexe Abstimmung, da vom JURI-Ausschuß ursprünglich insgesamt 408 Änderungsanträge eingebracht worden waren - zusammen mit allen Änderungsanträgen seitens der vier mitberatenden Ausschüsse, und erst am Morgen vor der Wahl erhielten die MEPs eine neue Abstimmungstabelle.

Die FVE begrüßt den Bericht und insbesondere die Änderungsanträge bezüglich des Konsultationsmechanismus’, des Bewertungssystems von EAEVA/FVA, der sprachlichen Anforderungen und der Kompensationsmaßnahmen.
Die FVE ist ebenfalls sehr froh darüber, dass sich der JURI-Ausschuß diverse Änderungswünsche zu eigen gemacht hat, die zu einer klaren Trennung zwischen dem „allgemeinen“ und dem „sektoralen“ System - insbesondere bei den Dienstleistungen führen.

Der Tierärztestand, in Europa durch die FVE vertreten, wäre von einigen Maßnahmen des Kommissionsvorschlags unmittelbar betroffen.
Sollte dieser Richtlinienentwurf angenommen werden, wird die Tierärzteschaft ihre sektoralen Richtlinien (78/1026/EEC und 78/1027/ EEC) einbüßen.

Das Europäische Parlament erkannte zahlreiche Befürchtungen des Tierärztestands an und sprach sich heute für eine Reihe von Änderungen aus, mit denen die geltenden Garantien, wie sie durch die sektoralen Richtlinien gegeben sind, erhalten bleiben, wobei gleichzeitig, bei Anerkennung der Berufsqualifikationen, die Notwendigkeit eines höheren Maßes an öffentlichen Gesundheit und Verbraucherschutz zu berücksichtigen ist.

Über den Legislativvorschlag wird während der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments im Dezember 2003 abgestimmt und das Ergebnis dann an den Rat weitergeleitet, wo er ein weiteres Mal diskutiert wird. Es ist zu hoffen, dass in diesem Stadium die Vertreter der Mitgliedsstaaten die deutlichen Verbesserungen, wie sie vom Europäischen Parlament angeregt wurden, voll und ganz unterstützen.

Die wichtigsten Gesichtspunkte:
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